Der BDA in der BYAK
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BDA WAHLSIEGER 2011

 

 

Mit beachtlichen 11.008 Stimmen bestätigten die Mitglieder der Bayerischen Architektenkammer erneut die erfolgreiche Arbeit des BDA im Vorstand und in den Gremien sowie seine herausragende Bedeutung für den Berufsstand. Mit 38 Sitzen stellt der BDA Bayern wieder die stärkste Fraktion in der Vertreterversammlung. Mit dem guten Wahlergebnis kommt nicht zuletzt auch das große Engagement des BDA in den Regionen zum Ausdruck. Die Wahlbeteiligung von 46,61 Prozent zeigt entgegen der bundesweit sinkenden Teilnahmezahlen in allen anderen Länderkammern mit einem Plus von 2,04 Prozent gegenüber 2007 eine steigende Tendenz auf. Mit den drei Positionen Zusammenhalt stärkt Akzeptanz, Wertschätzung bringt Wertschöpfung und Identität fördert Qualität hat der BDA Bayern seine Arbeitsschwerpunkte für die kommenden fünf Jahre definiert.

 

 

In der konstituierenden Sitzung der Vertreterversammlung am 1. Juli 2011 wurden Rudolf Scherzer als 2. Vizepräsident sowie Ingrid Burgstaller, Karlheinz Beer und Volker Heid als Vorstandsmitglieder mit einem herausragenden Stimmenanteil für ihr hervorragendes Engagement für den gesamten Berufsstand wiedergewählt. Unter dem Vorsitz des alten und neuen Präsidenten Lutz Heese, der in der Kammerwahl im April mit einer bemerkenswerten Stimmenanzahl von 1250 aufhorchen ließ, gelten sie zusammen mit dem neuen 1. Vorsitzenden Hans Dörr und den weiteren Vorstandsmitgliedern Ursula Hochrein, Klaus Neisser, Andreas von Fürstenberg sowie den neu gewählten Mitgliedern Alexander Schwab und Rainer Hilf als Garanten einer kontinuierlichen Fortsetzung des Einsatzes für die Lösung brennender Themen wie beispielsweise Vergabemodalitäten, auskömmliche Honorierungssicherung und Haftungsfragen.

 

Es bleibt zu wünschen, dass sich in dieser erfahrenen Gruppierung eine tragfähige Zukunftsvision für die gesamte Architektenschaft begründet.

 

 

Erwien Wachter

Mitglieder des BDA im Vorstand, in den Ausschüssen
und Arbeitsgruppen der XI. Wahlperiode
der Bayerischen Architektenkammer
(2011- 2016)

www.byak.de

Vorstand
Dipl.-Ing. Rudolf Scherzer, Nürnberg, 2. Vizepräsident
Dipl.-Ing. Karlheinz Beer, Weiden
Prof. Dipl.-Ing. Ingrid Burgstaller, München, Nürnberg
Dipl.-Ing. Volker Heid, Fürth



Ausschuss Satzung und Wahlordnung
Dipl.-Ing. Anne Hugues, München
Dipl.-Ing. Wolf-Eckart Lüps, Schondorf
zuständiges Vorstandsmitglied: Dipl. Ing. Karlheinz Beer, Weiden

Ausschuss Berufsordnung
Dipl.-Ing. Michael Hetterich, Würzburg
Dipl.-Ing. Julia Mang-Bohn, München
zuständiges Vorstandsmitglied: Dipl. Ing. Rudolf Scherzer, Nürnberg

Ausschuss Finanzen und Fürsorge
Dipl.-Ing. Johannes Berschneider, Neumarkt

Schlichtungsausschuss

Dipl.-Ing. Gabor Benedek, München
Prof. Dr.-Ing. Theodor Hugues, München
Dipl.-Ing. Barbara Knopp-Körte, München

Eintragungsausschuss Architekten
Dipl.-Ing. John Höpfner, München
Prof. Dipl.-Ing. Jörg Homeier, München
Prof. Dr.-Ing. Thomas Jocher, München
Dipl.-Ing. Bernhard Peck, München
Dipl.-Ing. Rainer Post, Planegg
Dipl.-Ing. Petra Schober, München
Dipl.-Ing. Helga-Maria Zeilberger, Salzweg

Eintragungsausschuss Stadtplaner
Dipl.-Ing. Andreas Garkisch, München
M. Sc. Dipl.-Ing. Michael Gebhard, München
Dipl.-Ing. Roswitha Näbauer, München
Dipl.-Ing. Jakob Oberpriller, Weng / Hörmannsdorf
Dipl.-Ing. Hans-Peter Ritzer, München
Dipl.-Ing. Petra Schober, München
Dipl.-Ing. Mechthild Siedenburg, München

Arbeitsgruppen Treffpunkte Architektur:

Beirat "Treffpunkt Architektur Niederbayern und Oberpfalz"
Dipl.-Ing. Johannes Berschneider, Pilsach
Dipl.-Ing. Helga Maria Zeilberger, Salzweg

Beirat "Treffpunkt Architektur Oberfranken und Mittelfranken"
Dipl.-Ing. Ulrich Herbst, Nürnberg
Dipl.-Ing. Hans Hesselbach, Kalchreuth
Dipl.-Ing. Peter Kleindienst, Nürnberg

Treuhänderteam "Treffpunkt Architektur Unterfranken"
Dipl.-Ing. Gerhard Grellmann, Würzburg
Dipl.-Ing. Michael Hetterich, Würzburg

Beirat "Treffpunkt Architektur Schwaben"
Dipl.-Ing. Erwin Huttner, Augsburg
Dipl.-Ing. Frank Lattke, Augsburg
Dipl.-Ing. Wolff Stottele, Ravensburg

Vertreter des BDA in der XI. Wahlperiode 2011 bis 2016 in der ByAK

1.       Rudolf Scherzer

2.       Theodor Hugues

3.       Johannes Berschneider

4.       Ludwig Wappner

5.       Ingrid Burgstaller

6.       Herbert Meyer-Sternberg

7.       Thomas Jocher

8.       Uwe Kiessler

9.       Karlheinz Beer

10.     Volker Heid

11.     Michael Hetterich

12.     Emanuela von Branca

13.     Sampo Widmann

14.     Felix Bembé

15.     Jakob Oberpriller

16.     Roman Adrianowytsch

17.     Michael Gaenßler

18.     Petra Schober

19.     Erwien Wachter

20.     Georg Redelbach

21.     Titus Bernhard

22.     Hubert Kress

23.     Wolf-Eckart Lüps

24.     Peter C. von Seidlein

25.     Rainer Kriebel

26.     Frank Lattke

27.     Gabor Benedek

28.     Peter Haimerl

29.     Alexander Nägele

30.     Andreas Emminger

31.     Jörg Heiler

32.     Markus J. Mayer

33.     Anne Hugues

34.     Walter Landherr

35.     Robert Fischer

36.     Peter Dürschinger

37.     Julia Mang-Bohn

38.     Hans-Peter Ritzer

 

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Berichte von BDA Mitgliedern aus der Bayrischen Architektenkammer

BDA Architekten berichten über ihre Arbeit in Arbeitsgruppen und Arbeitskreisen, die der Vorstand der Bayerischen Architektenkammer zu spezifischen Sachfragen einberuft.

Veranstaltungsort: Geschäftsstelle des BDA Bayern, Türkenstrasse 34,
80335 München

Dienstag, 11.05.2010
Bericht AG Zukunft im Beruf
Bericht AG Baurecht
Bericht AG Bautechnologie und Nachhaltiges Bauen
Bericht Bundesarchitektenkammer + AHO
Treffpunkt Architektur Schwaben

AG Zukunft im Beruf
Mit dem Satz „Es ist Zeit, dass sich wieder etwas dreht“ überschrieb Erwien Wachter seinen Bericht über die Arbeit der Arbeitsgruppe „Zukunft im Beruf“. Sinkende Umsatzzahlen, ein Rückgang der Aufträge und ein drastisches Ungleichgewicht bei der Verteilung des erwirtschafteten Umsatzes, doch gleichzeitig auch eine beharrlich hohe Zahl an Studierenden und Architekten. Diese Situation lässt auf eine verheerende  Diskrepanz zwischen beruflicher Realität und dem Bild des Architekten in der Öffentlichkeit schließen.
Des Weiteren wurde von den Ombudsgespräche (über 650 Gespräche in München; Augsburg; Nürnberg und Würzburg) berichtet. Hierbei war auffällig, dass es sich bei 70 Prozent der Gesprächsteilnehmer um Frauen handelte, häufig um Widereinsteigerinnen nach der Elternzeit mit allgemeinem Klärungsbedarf, Selbstständige mit zu geringem Auftragsaufkommen oder aus Auftragsmangel des Arbeitgebers gekündigte Angestellte - in der Regel handelt es sich um hochqualifizierte Kolleginnen - handelte.
Die Rolle der Auskömmlichkeit der Honorare, Zukunftsperspektiven bis hin zur Rentensicherung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf standen immer wieder im Mittelpunkt.
Eine BFB Umfrage lässt weiterhin erkennen, dass krisenbedingt allgemein weniger für Bauaufgaben ausgegeben wird, der Konkurrenzkampf zugenommen hat und gerade kleinere Büros stark betroffen sind.
Weiterhin zeigt sich, dass neben einem Nachfragerückgang auch eine sinkende Liquidität der Auftraggeber zu einer angespannten Situation führt.
Daher wird von der Politik eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Freien Berufe eingefordert, die mit ihren Mitarbeitern zehn Prozent des Bruttoinlandproduktes erwirtschaften.
Daraus wurden folgende Aktivitäten und Überlegungen entwickelt: Es werden Update-Veranstaltung für den Wiedereinstieg in den Beruf, wie beispielsweise nach der Elternzeit angeboten, Gespräche mit den Spitzen der kommunalen Verwaltung im Zusammenhang mit einer „Frauenquote“ und der Auftragsvergabe an kleinere Büros werden angeregt und es gibt Überlegungen in Richtung zur Erweiterung der Nischenliste mit Schwerpunkt auf Angebote der Architekturvermittlung in der Erwachsenenfortbildung.
Auch eine Podiumsdiskussion im Rahmen des Architekturclubs zum Thema
„Gut beraten – teuer bezahlt?“ mit einem Unternehmensberater, einem Medienberater, einem Kommunikationsberater, einem Coach und einem systemischen Berater ist geplant.

AG Baurecht
Der Bericht von Rainer Post aus der Arbeitsgruppe Baurecht eröffnet ein weiteres Problemfeld des Berufsstandes: die Reform der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure 2009.
Die Arbeitsgruppe ist bemüht, die Gesetzesnovelle, insbesondere die Neuerungen, in kompakter, übersichtlicher Form zu vermitteln, damit der Umgang mit dem Gesetzt im Berufsalltag erleichtert wird. Die HOAI 2009 lässt den vertraglichen Regelungen zum Honorar wesentlich breiteren Raum, weil eine Reihe von Regelungen der alten HOAI weggefallen ist. Damit entsteht ein zusätzlicher Bedarf an individuellen Vertragsregelungen.
Ein gutes Beispiel ist das Thema Brandschutz, der immer wieder für Kontroversen sorgt. Ist der Brandschutznachweis als Grundleistung des Architekten anzusehen?
Durch die Erstellung des Brandschutznachweises resultieren erhebliche haftungsrechtliche Konsequenzen. Daher wird eine entsprechende Honorierung der Leistungen für den Brandschutznachweis unabdingbar.
Ein weiteres Thema mit dem sich die Arbeitsgruppe beschäftigt, ist der Umgang mit der Fülle von ausländischer Absolventen oder auch im Ausland tätigen Architekten, die in die Kammer eingetragen werden wollen: Hierbei stellt sich die Frage nach der Bewertung der Studienabschlüsse und ob der Nachweis der praktischen Tätigkeit ausreichend für eine Mitgliedschaft ist.

AG Bautechnologie - Nachhaltiges Bauen
Die Arbeitsgruppe setzt sich mit Gestaltung eines Systems zur Bewertung und Zertifizierung der Nachhaltigkeit von Gebäuden auseinander. Die aktuelle Diskussion dreht sich nun um die Einführung eines deutschen Gütesiegels für Nachhaltiges Bauen.
Beispiele hierfür kann man bereits in Frankreich (HOE), den Vereinigten Staaten (LEED) oder Großbritannien (BREEAM) finden. Momentan wird an den Rahmenbedingungen gearbeitet, die den Grundstein für ein solches Projekt bilden. Man möchte von einer freiwilligen Basis ausgehen und in einem ersten Schritt zunächst nur Verwaltungsgebäude zertifizieren und in einem zweiten Schritt dann auch andere Gebäudenutzungsarten.
Die Arbeitsgruppe hat zudem Merkblätter zu verschiedenen Themen herausgegeben, unter anderem zum Thema Dachabdeckungen und das Ersetzten der Arbeitsstättenrichtlinien durch Arbeitsregeln.
Angedacht ist auch ein Online-Portal für DIN-Normen, das Architekten und Ingenieure einem informativen Überblick geben soll.

AG Bautechnologie - Nachhaltiges Bauen
Josef Starzner (†) berichtete als Mitglied der Arbeitsgruppe „Bautechnologie_Nachhaltiges Bauen“ über das Ökologisches Baustoffinformationssysytem WECOBIS. Es soll umfassende und herstellerneutrale Informationen zu gesundheitlichen und ökologischen Aspekten von Baustoffen liefern.
Für nachhaltiges Bauen ist die fundierte Beurteilung und Auswahl von Baustoffen eine Kernaufgabe der Architekten, hier versucht WECOBIS eine Lücke zu schließen und wichtige Kompetenzen aufzubauen.
WECOBIS ging im Januar letzten Jahres ins Netz und wurde im Wesentlichen vom Bund finanziert. Nun engagiert sich die Arbeitsgruppe für die Fortführung dieses Projekts, das einen hohen Aktualisierungsbedarf hat – die Inhalte allein ehrenamtlich zu erarbeiten erscheint unmöglich.
Es wird nach einer Lösung für die Erhaltung dieses Projektes gesucht und somit wäre eine weitere, starke Beteiligung der Kammer sehr erwünscht, so dass Architekten dieses wichtige Feld des Nachhaltigen Bauens mitgestalten können.
Derzeit sind die Zugriffszahlen auf die WECOBIS-Homepage bei ungefähr 30 000 im Monat. Auch bei Google finden sich 4500 Ergebnisse und in zahlreichen Fachzeitschriften sind Artikel erschienen.

Bericht Bundesarchitektenkammer + AHO

Letztendlich wird der Erfolg der Novellierung jedoch von der Haltung des BMWi abhängen, das die unmittelbaren Fragen der Honorarhöhe durch ein Gutachten klären lassen wird.

AG Treffpunkt Architektur Schwaben
2006 ins Leben gerufen versteht sich der Treffpunkt Architektur Schwaben als ein Schaufenster der Architektenkammer. Der TAS versucht den Dialog über Baukultur in die Öffentlichkeit zu tragen und will mit unterschiedlichsten Projekten sowohl Kollegen und Kolleginnen, als auch Architekturlaien gleichermaßen ansprechen.
Der TAS unterstützt zahlreiche Projekte sowohl finanziell, als auch ideell. Beisiele hierfür sind laut Frank Lattke der „Baupreis Allgäu“ 2009 des „architekturforums Kempten“, sowie die erste Architekturfilm-Matinee und die Immobilientage in Augsburg.
Neben diesen Themen widmet sich der TAS auch aktuellen städtebaulichen Projekten in Augsburg, wie dem Bebauungsplan der Maximilianstraße. Dieses Projekt wurde insbesondere von der Bevölkerung auf Grund der Fachinformationen dankbar aufgenommen. Es ist wichtig, dass die bauliche Entwicklung Präsenz in der Öffentlichkeit zeigt.
Architektur und Schule ist ein weiteres Projekt, das die Ideen von Architektur an Schulen präsentieren soll.
Ein weiterer wichtiger Ansatz des TAS ist es Schwaben als Region zu fördern und der Baukultur eine Plattform zu geben. In einem offenen Gedankenaustausch möchte der Treffpunkt breites Verständnis für Architektur, Innenarchitektur, Städtebau und Landschaftsarchitektur als entscheidende Elemente der Gestaltung einer intakten Umwelt wecken und die Bedeutung hochwertigen Planens und Bauens als wichtigen Standort- und Wirtschaftsfaktor für Schwaben verdeutlichen.

Dienstag, 08.06.2010
Landeswettbewerbsausschuss
AG Aus- und Fortbildung
Bericht aus dem Dekanetreffen (19.5.)
AG Öffentlichkeitsarbeit
Ausschuss Finanzen und Fürsorge

Landeswettbewerbsausschuss
Oliver Voitl berichtete stellvertretend für den Landeswettbewerbsausschuss über die Auswertung der Wettbewerbsstatistik 2009. Die Gesamtanzahl der Wettbewerbe sei, im Vergleich zum Vorjahr, nur unwesentlich auf 88 (durchgeführte) Wettbewerbe gesunken, was das zweihöchste Ergebnis seit Einführung der VOF ist. Zum 1. April 2009 wurden neue Richtlinien für Planungswettbewerbe in Bayern eingeführt, was jedoch nicht den erhofften Zuwachs an privaten Auslobern zur Folge hatte.
Der Anteil der privaten Auslober stieg im Vergleich zum Vorjahr um lediglich 4 Prozent von 30 auf 34Prozent an. Von den 58 Wettbewerben, die von öffentlichen Auslobern durchgeführt wurden, waren 29 Prozent (d.h. 17 Verfahren) reine Ideenwettbewerbe, 71Prozent (41 Verfahren) oberhalb des Schwellenwerts der VOF. Daraus lässt sich schließen, dass insgesamt 21 aller Verfahren „freiwillig“ durchgeführt werden, was bedeutet, dass Auslober und Auftraggeber von der Qualität und dem Nutzen dieser Vergabeverfahren überzeugt sind.
Bei genauerer Betrachtung der Verteilung der Wettbewerbe auf Regierungsbezirke zeigt sich eine weitere Steigerung in der Region Mittel-und Oberfranken von 22 Verfahren 2008 auf 31 2009. Die Region München folgt mit 15 Verfahren.
In der folgenden Diskussion wurde die Frage in den Raum gestellt, ab wann es Sinn macht ein Projekt europaweit auszuschreiben, oder ob eine landesweite, bzw. bundesweite Ausschreibung manchmal nicht sinnvoller wäre.
Zudem wurde angeregt Musterformulare für Auslober zu erstellen, die eine zu detaillierte und differenzierte Auslobung verhindern könnten. Ein weiteres Problem stellt sich bei der Frage des Datenschutzes: Wurden Daten aus Wettbewerben unerlaubterweise weitergereicht?

Aus- und Fortbildung
Ziel der Arbeitsgruppe ist es, ein Veranstaltungsangebot zu schaffen, das Kolleginnen und Kollegen in ihrem beruflichen Alltag unterstützt, fachlich weiterbildet und auf neue berufliche Anforderungen vorbereitet. Die wichtigsten Aspekte bei der Ausgestaltung des Programms sind neue Gesetzgebungen, wie die neue HoAI-Novelle, EU-Richtlinien, sowie die veränderten Auforderungen an den Architektenberuf und nicht zuletzt die schlechte wirtschaftliche Situation.
Bewährt hat sich eine Mischung aus kompakten Seminaren, interdisziplinären Fachtagungen, Exkursionen, sowie umfangreichen Lehrgängen, das ganze abgerundet durch den monatlich stattfindenden „Architekturclub“.
Im besonderen Blickpunkt der Arbeitsgruppe liegt die ständige Aktualisierung und Weiterentwicklung des Angebots, berichtet Herbert Meyer-Sternberg.
Des Weiteren wurde das Problem des auf München bezogenen Zentralismus angesprochen. Der Versuch, Veranstaltungen in andere Städte zu verlagern, gestaltete sich jedoch auf Grund teilweise zu geringer Teilnehmerzahlen schwierig.
Auch die schon öfter vorgebrachte Kritik, dass viele Angebote zu teuer seien, wurde angesprochen. Der Vergleich mit Angeboten aus der freien Wirtschaft zum gleichen Thema zeigt jedoch, daß die Veranstaltungen der Kammer deutlich günstiger sind.

Bericht Dekanetreffen
Ulrich Holzscheiter berichtete vom Treffen der Dekane der Architekturfakultäten, wo insbesondere die Forderung nach einer fünf jährigen Studiendauer für Architekturstudenten diskutiert wurde. Auch in der Runde entbrannte ein angeregter Austausch zu diesem Thema. Es wurden die Fragen diskutiert, ob die Kammer Bachelor-Absolventen den Eintritt in die Kammer ermöglichen soll und wie die Länge der Ausbildung für Architekten in Zukunft geregelt werden sollte.
Insgesamt besteht der Wunsch, dass alle Studenten in Europa frei an allen Universitäten studieren können und Credits sammeln können, dies würde mit einer einheitlichen Studiendauer enorm vereinfacht und vorangetrieben.
Die Dekane werden einen Textentwurf zu den oben genanten Themen erarbeiten und es wurde angeregt, dass dieser dann in einer BDA-Runde intern diskutiert wird.

AG Öffentlichkeitsarbeit
Auch in diesem Jahr lädt die Bayerische Architektenkammer im Juli wieder zu ihren Architektouren ein. Die Projekte, die bei den Architektouren vorgestellt werden sind auch dieses Jahr wieder in einem Booklet veröffentlicht, in dem alle Projekte jeweils anhand von Fotos, sowie kurzen Informationstexten beschrieben sind.
Johannes Berschneider beschreibt als Neuerung die Planung eines „App“ (Anwendungsprogramm)  für Smartphones. Damit ist eine Anwendung für Handys gemeint mit der man architektonisch interessante Objekte in seiner Nähe finden kann. Die Anwendung soll kostenlos sein und auf lokale Architektur aufmerksam machen. Es wurden zahlreiche Projekte vorgestellt, wie Kinderführungen, Workshops und Messeauftritte, wobei angeregt wurde, verstärkt auf kommunaler Ebene zu arbeiten.

Ausschuss Finanzen und Fürsorge
Erwin Huttner stellte stellvertretend für den Ausschuss Finanzen und Fürsorge den Finanzplan für das laufende Jahr vor. Die Einnahmen und Ausgaben halten sich mit ca. 4,5 Millionen die Waage, man kann sogar mit Rücklagen von ca. 19 000 Euro rechnen.
Allein 92 Prozent des Haushalts sind für Pflichtausgaben eingeplant, darunter fallen unter anderem die Verwaltungskosten, die Personalkosten, der Gebäudeunterhalt und die Kosten für den Vorstand. Die restlichen acht Prozent stehen für Projekte und Veranstaltungen zur Verfügung.
Voraussichtlich werden 2010/2011 keine Beitragserhöhungen erforderlich sein.

 

Das Thema Novellierung der HOAI beschäftigt Georg Brechensbauer seit 2003. Vom BDA in die AG Baurecht der BYAK entsandt, wurde er von der  der BYAK weiterdelegiert  zum AHO als Leiter der Fachkommission Objektplanung Gebäude. Erarbeitet wurde in dieser Zeit ein angepasstes Leistungsbild mit vereinfacht anwendbaren Honorarparametern, obwohl der damalige Bundeswirtschaftsminister Clement im gleichen Jahr im Rahmen seines „Masterplans Bürokratieabbau die HOAI ganz abschaffen wollte. Zudem bewirkte die Ende 2006 in Kraft getretene europäische Dienstleistungrichtlinie mit dem Ziel grenzüberschreitende Dienstleistungen zu fördern und die damit verbundene erforderliche Überprüfung von Regelungen der HOAI eine nicht gerade befürwortende Haltung der Ministerien.Vielleicht gerade deshalb konnte damals auf den Gesetzgeber keinerlei Einfluss genommen werden, im  Gegenteil die Befürworter einer Abschaffung der HOAI hätten beinahe  die Überhand gewonnen. War es als positiv zu werten, dass die Novellierung im Sommer 2009 eine 10% Erhöhung der Honorare für Neubauten gebracht hat, waren doch eine ganze Menge von inhaltlichen Defiziten, ob beabsichtigt oder nicht, eingegangen, so dass  die Mitglieder des Bundesrats veranlasst werden konnten Folgendes zu fordern:Die Bundesregierung soll innerhalb der kommenden Legislaturperiode die inhaltliche Modernisierung und Vereinheitlichung der Leistungsbilder, eine Wiederaufnahme von Leistungsbereichen mit derzeit unverbindlich geregelten Preisvorgaben in den verbindlichen Teil, eine Überprüfung der Honorarstruktur sowie eine weitere Verschlankung der HOAI unter dem Blickwinkel des Wandels der Berufsbilder, der Umweltbelange und der Regeln der Technik zu untersuchen.Erfreulich ist  nun der vom BMVBS eingeschlagene Weg,  in Facharbeitsgruppen unter Beteiligung von Mitgliedern der BAK, BingK und AHO die Themen quasi in einem vorweg-genommenen Anhörungsverfahren  zu behandeln. Nicht nur offenkundige Fehler aus der „Blitznovelle“(BMVBS vom 19.08.2009) sollen repariert werden.Georg Brechensbauer leitet seit  Anfang des Jahre die Unterarbeitsgruppe Objektplanung-Neubauten (Gebäude / Freianlagen), der BAK, ist Mitglied der Projektgruppe HOAI der BAK und der Facharbeitsgruppe 2 Gebäude, Raumbildende Ausbauten, Freianlagen, Brand-schutz, des BMVBS. Dabei ist er bemüht die Aktivitäten von BAK und AHO zu bündeln und aufeinander abzustimmen.Bei der Modernisierung der Leistungsbilder wird besonders auf die geänderten Rahmenbedingungen zu achten sein. Geänderte bauordnungsrechtliche Anforderungen, veränderte zivil- und öffentlich-rechtliche Voraussetzungen, die Mehrung von Haftungstatbeständen, eine Vielzahl von neuen technischen Regeln und Konstruktionsverfahren, geänderte Arbeits-methoden, Leistungsabläufe, Erwartungshaltung der Auftraggeber. Für den Entfall der vorhandenen Bausubstanz bei der Ermittlung der anrechenbaren Kosten gemäß § 10 Abs.3a (HOAI 1996/2002), die damit verbundenen Honorareinbußen und die beim Bauherrn nicht zu vermittelnden Zuschlagsmöglichkeiten bis zu 80 % nach § 35 Abs.1 (HOAI 2009) werden hoffentlich brauchbare Regelungen gefunden werden. U.v.A.m.

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